So begann das Engagement ...
1999 reiste Bodo Krüger, nach seiner Berufung zum Honorarkonsul von Nepal, nach Kathmandu und besuchte dabei auch das größte Waisenhaus der Stadt. Dort wurde ihm und seiner Frau der kleine Prem vorgestellt. Er ist ein aufgeweckter Junge, so daß man sofort entschied, den Schulbesuch von Prem durch den von ihm geführten DAW (Deutsch-Asiatischer Wirtschaftskreis) in Form einer Patenschaft zu finanzieren.
In diesem Waisenhaus leben Waisen sowie Kinder, die von ihren Eltern verlassen wurden, weil sie aus Armut die Kinder nicht ernähren konnten. Da selbst die staatlichen Schulen für diese Menschen viel Geld kosten, war ein Schulbesuch meist nicht möglich.
2002 reiste eine Gruppe Freunde aus dem DAW nach Nepal. Der Besuch bei Prem war selbstverständlich Teil des Programms. Man war beladen mit Geschenken für Prem und andere Kinder. Als sie die Verhältnisse des Waisenhauses sah, beschloss die Gruppe spontan, Prem mit seinem Freund Santosh aus dem Waisenhaus zu holen und in einer Internatsschule unterzubringen. Beide Kinder waren sofort damit einverstanden.
Es war allen bewusst, damit eine langfristige Verpflichtung eingegangen zu sein, die auf ein solides Fundament gestellt werden musste. Lieselotte Künzel übernahm mit einigen Freunden die Aufgabe, einen entsprechenden Verein zu gründen, der am 18.06.2004 in das Vereinsregister eingetragen und dem auch die Gemeinnützigkeit zuerkannt wurde (Satzung).
KINDER in NEPAL e.V. hat den Sitz in Oberursel und wird von Lieselotte Künzel als Erste Vorsitzende geführt. Alle Beiträge, Spenden usw. erreichen die Kinder in voller Höhe. Reisekosten, Hotels und sonstige damit im Zusammenhang stehende Kosten werden privat getragen.

Welches Ziel hat unser Verein?
Viele Menschen denken bei Nepal an herrliche Landschaften, die majestätische Bergwelt und vielleicht noch an einen Hauch von Ursprünglichkeit der Bewohner des Landes.
Weniger im Bewusstsein ist, dass Nepal zu den ärmsten Ländern der Erde gehört. Wie immer, leidet darunter am meisten das letzte Glied in der Kette – die Kinder.
Kinderarbeit ist verbreitet und teilweise zur Ernährung der Familie notwendig. Wir haben zum Beispiel einen etwa 5 Jahre alten Jungen im Steinbruch arbeiten sehen. Er war damit beschäftigt, Natursteine auf Maß zu klopfen, die als Exportware zur Pflasterung von Fußgängerzonen nach Deutschland transportiert werden.
Das kann man verurteilen, hilft aber den Betroffenen nicht weiter. Wir sind der Auffassung, mit Hilfe zur Selbsthilfe einen besseren Weg aus dieser Situation einzuschlagen. Langfristig heißt das, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine gute Schulbildung zu ermöglichen und sie über ärztliche Betreuung und ausreichendes gesundes Essen in die Lage zu versetzen,
konzentriert zu lernen.
Mit der Children’s Model High School in Kathmandu haben wir einen sehr guten und zuverlässigen Partner gefunden. Diese Privatschule mit angeschlossenem Internat wird von Herrn Dev Regmi und seinem Lehrerteam mit hohem persönlichen Einsatz und viel Liebe für die Schützlinge geführt. Das Besondere an dieser Schule ist neben den ausgezeichneten Bildungsmöglichkeiten, dass hier Kinder aller Kasten zusammen erzogen werden. Unser Verein engagiert sich in erster Linie mit Patenschaften, aber auch mit Lehrmitteln und mit Hilfe beim weiteren Ausbau der Schule. Wir streben an, Schulpartnerschaften zu ermöglichen und neben den Privatpersonen auch Unternehmen als Sponsoren zu gewinnen.
Wenn wir notleidende Kinder für unsere Schule auswählen, sind sie meistens mangelernährt und in einem erbärmlichen gesundheitlichen Zustand. Auf Grund der für uns unvorstellbar schlechten hygienischen Verhältnisse sind Krankheiten wie Gelbsucht, Diarrhoe, Ekzeme usw. besonders unter armen Kindern weit verbreitet. Die ärztliche Versorgung ist entweder gar nicht vorhanden oder nicht bezahlbar. Mit dem Dhulikhel Hospital und dem Ärzteteam von Herrn Dr. Ram Shrestha haben wir eine Verbindung geschaffen, um die von uns betreuten Kinder jederzeit hervorragend ärztlich betreuen zu lassen.
In Nepal ist zu beobachten, dass nur tiefe Armut und die Aussicht auf ein besseres Leben der Kinder dazu führen, dass Eltern ihre Kinder abgeben. Manche werden adoptiert, viele geraten aber auch in die Hände skrupelloser Agenten. Analphabetentum und unbeschreibliche Elendsunterkünfte kennzeichnen die Verhältnisse, unter denen viele, zu viele Kinder aufwachsen.
Hier setzt der Verein KINDER in NEPAL an: Unser Ziel ist, vorrangig intelligenten bedürftigen Kindern als Voraussetzung für eine bessere Zukunft eine gute Schulbildung in gesunder Umgebung zu ermöglichen. Die medizinische Versorgung spielt dabei eine wesentliche Rolle.
In Nepal müssen sich die gesellschaftlichen Verhältnisse und damit die Lebensumstände für alle verbessern. Dies kann nur von innen heraus geschehen, und unsere Kinder von heute können dabei einmal eine große Hilfe sein. Sie werden die Bildung und Zuwendung, die sie erhielten, weitergeben.
Helfen Sie mit, Kindern in Nepal eine gute Schulbildung zu ermöglichen!