Die Schule bietet allen Kindern eine gute Bildung, sportliche Betätigung, individuelle Betreuung, liebevolle Zuwendung und eine gesunde Umgebung sowie fünf Mahlzeiten am Tag.
Dies ist absolut nicht selbstverständlich in Nepal. Nun ist es keinesfalls so, dass nepalische Eltern generell ihre Kinder vernachlässigen, aber wenn der tägliche Kampf ums Überleben im Mittelpunkt steht, ist für Zuwendung nicht viel Zeit, ganz zu schweigen von anderen Aktivitäten und leider auch von gesunder und ausreichender Ernährung.
Ein besonderer Glücksfall ist der Gründer und Chairman von CMS (Children's Model High School), Herr Dev Raj Regmi. Er war jahrelang in leitender Position in verschiedenen Ministerien tätig, insbesondere im Schulwesen. Wegen seiner Kenntnisse, Erfolge und pädagogischen Fähigkeiten ermunterte ihn der damalige König Birendra, doch selbst eine Schule zu gründen. Er stellte Herrn Regmi hierfür ein gewisses Startkapital zur Verfügung. Mit Hilfe seiner Mutter, die alles Land der Familie verkaufte und mit einem zusätzlichen Darlehen konnte Herr Regmi das weitläufige Gelände kaufen und die Schulräume sowie sein Wohnhaus darauf errichten.
Offiziell ist in Nepal das Kastenwesen seit 1963 abgeschafft, aber es ist allerorten existent. Lehrer kommen in der Regel aus der Kaste der Brahmanen, die ganz besonders auf die Einhaltung hinduistischer Vorschriften achten. Umso mehr ist anzuerkennen, dass in CMS die Unterscheidung in Kasten im täglichen Umgang verboten ist. Auf unsere Frage, was denn die Eltern der Schüler aus höheren Kasten dazu sagen, dass ihre Kinder zusammen mit Unberührbaren unterrichtet werden, reagierte Herr Regmi mit Achselzucken: "Sie brauchen ihre Kinder nicht in unsere Schule zu schicken, wenn sie die Koedukation, die einzige Möglichkeit zur tatsächlichen Überwindung des Kastendenkens, ablehnen."
Und noch eine Anmerkung: Wenn Sie sich oder uns nach der Lektüre der Website von CMS fragen: "Könnte man für das gleiche Geld, das für dieses eher anspruchsvolle Internat aufzuwenden ist, nicht eine größere Anzahl Kinder in einfacheren Schulen fördern?", lautet unsere Antwort: "Gewiss, man könnte." Aber erstens ist CMS längst nicht die teuerste Schule in Kathmandu und verlangt für dortige, erst recht für unsere Verhältnisse ein moderates Honorar. Zweitens wollen wir hilfsbedürftigen begabten Kindern eine sehr gute Ausbildung ermöglichen, die sie eines Tages befähigt, einen wertvollen Beitrag in ihrem Land zu leisten. Nepal braucht Talente mit Bildung.
Die Website von Children's Model High School gibt Ihnen einen guten Einblick in das Wirken der Schule.